Kennen Sie das? Sie landet quartalsweise in Ihrem Briefkasten – die Stromrechnung der Elektrizitätsversorgung Altendorf AG. Und jedes Jahr wird das Gefuehl ein bisschen unbehaglicher. 2026 ist da keine Ausnahme.

Wer im Winterhalbjahr Strom verbraucht, zahlt aktuell 36,37 Rappen pro Kilowattstunde – und das ist nur der Standardtarif. Wer auf Ökostrom setzt, kommt im Winter schnell auf über 44 Rappen.
Für eine vierköpfige Familie in Altendorf, die jährlich rund 4'500 Kilowattstunden verbraucht, heisst das: zwischen 1'200 und 1'600 Franken nur für Strom. Jedes Jahr. Jahr für Jahr. Und wenn wir ehrlich sind: Die Richtung, in die die Preise gehen, ist nicht gerade beruhigend.
Aber es gibt eine Alternative, die immer mehr Hausbesitzer in Altendorf und im Kanton Schwyz entdecken: eigener Solarstrom vom Dach. Klingt vielleicht nach einer grossen Investition – ist es auch. Aber längst nicht mehr so teuer wie früher, und die Rechnung geht heute bei den meisten Einfamilienhäusern tatsächlich auf. In den nächsten Abschnitten schauen wir uns genau an, wie hoch die EVA-Tarife 2026 wirklich sind, wie viel eine Solaranlage konkret einspart und welche Förderungen Ihnen dabei helfen.
Die EVA Altendorf arbeitet mit einer saisonalen Tarifstruktur. Das bedeutet: Im Sommer zahlen Sie weniger, im Winter deutlich mehr. Klingt erstmal logisch, aber der Unterschied ist heftiger, als viele denken.
| Tarif | Sommer (Apr.-Sept.) | Winter (Jan.-März, Okt.-Dez.) | Unterschied |
|---|---|---|---|
| Standard (Kernenergie) | 25,05 Rp./kWh | 36,37 Rp./kWh | +45% |
| 100% Wasserkraft | 25,59 Rp./kWh | 36,91 Rp./kWh | +44% |
| Naturemade Basic | 28,24 Rp./kWh | 39,56 Rp./kWh | +40% |
| Naturemade Star | 33,27 Rp./kWh | 44,59 Rp./kWh | +34% |
| Quelle: EVA Altendorf AG, Tarifblatt gültig ab 2026 | |||
Dazu kommen die fixen Grundkosten: 12,43 Franken pro Monat für die Messstelle und weitere 7,03 Franken für die Direktmessung. Das sind knapp 20 Franken im Monat, auch wenn Sie keinen einzigen Watt verbrauchen.
Die EVA hat die Tarife 2026 übrigens leicht gesenkt – im Schnitt um etwa 1 Prozent. Das klingt nach einer guten Nachricht, ist aber in der Praxis kaum spürbar. Dafür gibt es neue Abgaben wie die 'solidarisierten Kosten' (0,05 Rp./kWh) und eine höhere Stromreserve-Abgabe des Bundes (0,41 Rp./kWh). Am Ende bleibt es beim Gleichen.
Lassen Sie uns die abstrakten Zahlen greifbar machen. Hier die geschätzten Jahresstromkosten für verschiedene Wohnsituationen in Altendorf, gerechnet mit einem gewichteten Durchschnittstarif von rund 30 Rappen:
| Haushalt | Verbrauch/Jahr | Stromkosten/Jahr | Kosten im Winter (ca. 60%) |
|---|---|---|---|
| Single-Wohnung | 2'000 kWh | ca. 600 CHF | ca. 360 CHF |
| Paar in Wohnung | 3'000 kWh | ca. 900 CHF | ca. 540 CHF |
| Familie mit Kindern | 4'500 kWh | ca. 1'350 CHF | ca. 810 CHF |
| Einfamilienhaus | 6'000 kWh | ca. 1'800 CHF | ca. 1'080 CHF |
| EFH mit Wärmepumpe | 10'000 kWh | ca. 3'000 CHF | ca. 1'800 CHF |
Wenn Sie sich fragen, woher die 60-Prozent-Winterquote kommt: Das liegt daran, dass die Wintermonate nicht nur teurer sind, sondern dass in dieser Zeit auch mehr Strom fliesst – sei es durch Heizung, Licht oder das E-Auto, das öfter an der Wallbox hängt. Die Sommerpreise mögen verlockend aussehen, aber der Grossteil Ihres Budgets verlässt Ihr Konto zwischen Oktober und März.
Hier muss ich ein bisschen pessimistisch sein – aus gutem Grund. Die EVA senkt zwar ab und zu die Tarife, wenn Überdeckungen aus Vorjahren zurückgeführt werden. Aber die grossen Treiber bleiben: Netzausbau, Versorgungssicherheit, der schweizweite Energiewandel. All das kostet Geld, und das wird über den Strompreis refinanziert.
Die bittere Wahrheit? Wer heute auf sinkende Strompreise wartet, verliert. Die langfristige Trendlinie zeigt seit Jahren in eine Richtung: nach oben. Natürlich mit Schwankungen, aber der Boden wird jedes Jahr ein bisschen höher gelegt. Die Frage ist nicht ob die nächste Erhöhung kommt, sondern wann.
Eine Solaranlage auf dem Dach produziert Strom, sobald die Sonne drauf scheint. Punkt. Keine variablen Kosten, keine monatlichen Abos, keine saisonalen Tarifwechsel. Was Sie produzieren, können Sie sofort nutzen – und damit den teuren EVA-Strom ersetzen.
In Altendorf und der Region Schwyz können Sie mit einer guten Dachausrichtung mit etwa 900 bis 1'300 Kilowattstunden pro installiertem Kilowattpeak rechnen. Setzen wir das mal in die Realität um: Ein typisches Einfamilienhaus mit einer 8-kWp-Anlage auf dem Dach erzeugt jährlich zwischen 7'200 und 10'400 Kilowattstunden eigenen Strom.
Bei den aktuellen EVA-Tarifen bedeutet das eine Einsparung von 1'800 bis 3'700 Franken pro Jahr. Und das über 25 bis 30 Jahre. Machen Sie die Mathematik selbst: Selbst bei konservativer Rechnung haben Sie nach zehn Jahren eine fünfstellige Summe gespart.
| Was Sie sparen | Wie viel | Wie oft |
|---|---|---|
| Direkte Stromeinsparung (Eigenverbrauch) | 1'800 – 3'700 CHF/Jahr | Jedes Jahr |
| Einspeisevergütung für Überschuss | 400 – 1'000 CHF/Jahr | Jedes Jahr |
| Bundesförderung EIV über Pronovo | 5'000 – 12'000 CHF | Einmalig nach Inbetriebnahme |
| Steuerliche Abzüge (Liegenschaftsunterhalt) | 2'000 – 5'000 CHF | Einmalig oder über mehrere Jahre |
| Wertsteigerung der Immobilie | ca. 3-5% | Langfristig |
Ich habe diese Zahlen bei Dutzenden Altendorfer Hausbesitzern durchgerechnet. Das Ergebnis ist immer ähnlich: Die Anlage amortisiert sich in 7 bis 12 Jahren. Danach ist der Strom praktisch gratis. Und wenn ich 'praktisch gratis' sage, meine ich: Sie zahlen nur noch den EVA-Grundpreis und den Strom, den Sie nachts oder im tiefsten Winter beziehen – alles andere kommt vom Dach.
Lassen Sie uns einen Schritt zurücktreten und das Gesamtbild betrachten. Die folgende Grafik zeigt den kumulierten Cashflow einer typischen 8-kWp-Anlage in Altendorf – inklusive aller Kosten und Einnahmen über 25 Jahre.
| Kennzahl | Betrag | Was das bedeutet |
|---|---|---|
| Bruttoinvestition (inkl. Speicher) | ca. 35'000 CHF | Einmalige Anschaffung |
| EIV-Förderung (Pronovo) | ca. 8'000 CHF | Reduziert die Nettoinvestition |
| Tatsächliche Kapitalbindung | ca. 27'000 CHF | Das müssen Sie wirklich finanzieren |
| Break-even | Jahr 9 | Ab hier ist die Anlage rentabel |
| Gewinn nach 25 Jahren | ca. 53'000 CHF | Reiner Gewinn nach Amortisation |
| Interne Rendite (IRR) | ca. 8-10% | Besser als Tagesgeld, Anleihen oder viele Fonds |
53'000 Franken Gewinn – und das bei einer konservativen Rechnung. Wenn die Strompreise schneller steigen als erwartet (was historisch der Fall war), sieht die Kurve noch besser aus.
Viele Hausbesitzer wissen es nicht: Der Bund gibt Ihnen für eine Solaranlage eine Einmalvergütung. Verwaltet wird das über Pronovo, die Zertifizierungsstelle für erneuerbare Energien. Für Anlagen zwischen 2 und 100 Kilowattpeak gilt das vereinfachte KLEIV-Verfahren. Sie melden die Anlage nach Inbetriebnahme an und bekommen eine pauschale Vergütung – oft mehrere tausend Franken.
| Anlagengrösse | EIV-Verfahren | Geschätzte Förderung |
|---|---|---|
| 4 kWp | KLEIV | ca. 3'000 – 5'000 CHF |
| 8 kWp | KLEIV | ca. 6'000 – 10'000 CHF |
| 12 kWp | KLEIV | ca. 8'000 – 14'000 CHF |
| > 100 kWp | GWEIV | Einzelfallprüfung |
Tipp: Wenn Ihre Module vollständig in das Dach integriert sind (nicht nur aufgelegt), gibt es oft einen Zusatzbonus. Das lohnt sich bei Neubauten oder Dachsanierungen besonders.
Hier ist der Kanton Schwyz mal etwas strenger als andere Kantone – und das hilft Ihnen als Hausbesitzer. Seit dem 1. Mai 2022 müssen neue Gebäude oder grundsanierte Dächer einen Teil ihres Strombedarfs selbst produzieren. Photovoltaik ist dabei die mit Abstand beliebteste Lösung.
Für Bestandsbauten gibt es diese Pflicht nicht. Aber schauen Sie mal auf Ihr Dach – wenn Sie dort keine Module sehen, lassen Sie Geld liegen. Die Sonne scheint in Altendorf genug, um die Rechnung zu machen.
Ein Tipp, den viele übersehen: Die Kosten für Ihre Solaranlage können Sie in der Steuererklärung als Liegenschaftsunterhalt geltend machen. Das reduziert Ihr steuerbares Einkommen – und damit die Kantons-, Gemeinde- und Bundessteuer. Die erhaltene EIV-Förderung müssen Sie vom Abzug abziehen, aber der Rest bleibt absetzbar.
Wie viel das bringt, hängt von Ihrer Steuerlage ab. Aber bei einem Steuersatz von 20 bis 30 Prozent können das schnell nochmal ein paar tausend Franken Ersparnis sein. Fragen Sie Ihren Steuerberater – oder das Steueramt des Kantons Schwyz. Die sind da erstaunlich hilfsbereit.
Hier wird es spannend. Ohne Speicher verbrauchen Sie vielleicht 30 bis 50 Prozent Ihres Solarstroms direkt – also während der Sonne scheint. Der Rest fliesst ins Netz und wird zu einem deutlich niedrigeren Tarif vergütet (oft nur 5 bis 15 Rappen). Das ist okay, aber nicht optimal.
Mit einem Stromspeicher (typisch 10 Kilowattstunden Kapazität) verschieben Sie den überschüssigen Mittagsstrom in den Abend, wenn Sie zu Hause sind, das Licht brennt, das Essen gekocht wird und die Kinder ihre Geräte laden. Damit steigt der Eigenverbrauch auf 70 Prozent und mehr.
| Szenario | Eigenverbrauch | Einspeisung | Jährliche Einsparung (8 kWp) |
|---|---|---|---|
| Ohne Speicher | 40% | 60% | ca. 1'400 CHF |
| Mit 10-kWh-Speicher | 75% | 25% | ca. 2'600 CHF |
| Mehrwert durch Speicher | +35 Punkte | -35 Punkte | +1'200 CHF/Jahr |
Der Speicher kostet zwischen 8'000 und 15'000 Franken – je nach Marke und Kapazität. Aber er amortisiert sich in der Regel innerhalb von 6 bis 10 Jahren allein durch die höhere Eigenverbrauchsquote. Und er macht Ihre gesamte Anlage deutlich attraktiver.
Wenn Sie wirklich alles rausholen wollen, denken Sie grösser. Eine Solaranlage ist nicht nur für den reinen Haushaltsstrom da. Kombinieren Sie sie mit:
Ich habe Kunden in der Region Schwyz, die heute zu 90 Prozent energieautark sind. Sie kaufen nur noch im Dezember und Januar Strom von der EVA – den Rest produzieren sie selbst. Das ist kein Zukunftstraum, das ist Realität.
Lassen Sie uns das Ganze nochmal an konkreten Zahlen festmachen. Die folgende Grafik zeigt die jährlichen Stromkosten für einen Altendorfer Haushalt mit 4'500 Kilowattstunden Verbrauch – einmal ohne Solar, einmal mit einer 8-kWp-Anlage und Speicher. Die Annahme: Die EVA-Tarife steigen jährlich um 2 Prozent.
| Jahr | Ohne Solar | Mit Solar | Einsparung/Jahr | Kumuliert gespart |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 1'350 CHF | 405 CHF | 945 CHF | 945 CHF |
| 2 | 1'377 CHF | 413 CHF | 964 CHF | 1'909 CHF |
| 3 | 1'405 CHF | 421 CHF | 984 CHF | 2'893 CHF |
| 4 | 1'433 CHF | 430 CHF | 1'003 CHF | 3'896 CHF |
| 5 | 1'462 CHF | 438 CHF | 1'024 CHF | 4'920 CHF |
| 10 | 1'610 CHF | 483 CHF | 1'127 CHF | 10'258 CHF |
Nach zehn Jahren haben Sie allein an Stromkosten über 10'000 Franken gespart. Dazu kommen die Einspeisevergütungen und die Bundesförderung. Und denken Sie daran: Das ist nur die erste Hälfte der Lebensdauer. Die nächsten 15 Jahre kommen obendrauf.
Gute Nachrichten: Altendorf liegt am Zürichsee und hat eine solide Sonneneinstrahlung. Süd- und Südwest-Dächer sind ideal, aber auch Ost-West-Ausrichtungen können dank moderner Module mit hohen Wirkungsgraden wirtschaftlich genutzt werden.
Was Sie vor der Planung klären sollten:
Hier bin ich vorsichtig geworden. Die Solarbranche hat in den letzten Jahren einen harten Marktbereinigungsprozess durchgemacht. Einige Anbieter, die mit aggressiven Preisen und Expansion um sich geworfen haben, sind leider insolvent gegangen. Was bleibt, sind Kunden mit Garantien auf Papier, aber niemandem, der sie einlöst.
Meine Empfehlung: Achten Sie auf diese fünf Punkte beim Installateur:
| Kriterium | Warum es wichtig ist | Was Sie prüfen |
|---|---|---|
| Regionale Wurzeln | Kurze Wege, Kenntnis EVA-Netz, lokaler Service | Firmensitz im Kanton Schwyz |
| Transparente Offerte | Keine Überraschungen später | Jedes Material, jede Leistung einzeln |
| Komplettservice | Ein Ansprechpartner statt fünf Firmen | Planung bis Inbetriebnahme |
| Zahlungsschutz | Sie sollten nicht alles vorher bezahlen | Ratenzahlung an Fortschritt gekoppelt |
| Langfristige Betreuung | Wartung, Reparatur, Erweiterung | Servicevertrag, Garantiezeiten |
Eine Solaranlage ist keine spontane Kaufentscheidung wie ein neuer Fernseher. Sie läuft ein Vierteljahrhundert. Der Partner, der sie installiert, sollte auch in 20 Jahren noch existieren. Wer regional verwurzelt ist und nicht auf Wachstum um jeden Preis setzt, ist da meist die sicherere Wahl.
Wir haben die Zahlen gesehen. Wir wissen, dass die EVA im Winter 36,37 Rappen verlangt. Wir wissen, dass eine Solaranlage sich in 7 bis 12 Jahren amortisiert. Wir wissen, dass der Bund und der Kanton Schwyz dabei helfen. Die Frage ist nicht mehr, ob eine Solaranlage in Altendorf Sinn macht. Die Frage ist: Wann steigen Sie ein?
Jedes Jahr, das Sie warten, kaufen Sie Strom zum vollen Preis – Geld, das Sie nie wiedersehen. Jährlich zwischen 1'200 und 3'000 Franken, die bei der EVA landen. Mit einer Solaranlage bleibt ein Grossteil davon in Ihrer Tasche. Und nach der Amortisation produzieren Sie praktisch kostenlosen Strom. Für Jahrzehnte.
Ich sage nicht, dass Solar die Lösung für alle Weltprobleme ist. Aber für Hausbesitzer in Altendorf, die ihre Stromkosten unter Kontrolle bringen wollen, ist es aktuell die beste verfügbare Option. Punkt.
Autorin: Karin M.
Letzte Änderung: 08.05.2026
Ob eine erste kostenlose Dachbegehung, eine detaillierte Wirtschaftlichkeitsberechnung oder einfach nur ein unverbindliches Gespräch – finden Sie heraus, was Ihr Dach wirklich kann. Ein professioneller Solarrechner gibt Ihnen in zwei Minuten eine erste Einschätzung. Und ein regionaler Experte aus dem Kanton Schwyz kann Ihnen die Details erklären, die Ihr konkretes Haus betreffen.
Ihr Dach ist bereits da. Die Sonne scheint ohnehin. Warum nicht beides nutzen?