in 2 bis 3 Monaten zu ihrer Solaranlage

Strompreise Schweiz 2026: Wo es am meisten wehtut

Die neuesten Daten der Eidgenoessischen Elektrizitätskommission ElCom zeigen ein deutliches Bild: Strom ist in vielen Regionen so teuer wie nie zuvor. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Ort liegen satte 34 Rappen pro Kilowattstunde. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 4'500 kWh Jahresverbrauch macht das einen Unterschied von über 1'500 Franken pro Jahr. Für denselben Strom.

Strompreise Schweiz 2026

Strompreise Schweiz 2026: Wo es am meisten wehtut

Wer in der Schweiz seine Stromrechnung 2026 entgegensieht, sollte sich setzen. Die neuesten Daten der Eidgenössischen Elektrizitätskommission ElCom zeigen ein deutliches Bild: Strom ist in vielen Regionen so teuer wie nie zuvor. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Ort liegen satte 34 Rappen pro Kilowattstunde. Bei einem durchschnittlichen Haushalt mit 4'500 kWh Jahresverbrauch macht das einen Unterschied von über 1'500 Franken pro Jahr. Für denselben Strom.

Doch es gibt einen Ausweg. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen anhand offizieller ElCom-Daten, wo in der Schweiz die Strompreise am höchsten sind, welche Kantone besonders betroffen sind – und wie eine Solaranlage die richtige Antwort auf steigende Stromkosten ist.

Die aktuellen Zahlen: Was zeigt die ElCom-Karte?

Die ElCom veröffentlicht jährlich eine detaillierte Karte aller Stromtarife in der Schweiz. Für 2026 wurden 2'123 Tarife ausgewertet. Die Ergebnisse sind erhellend – und für manche Hausbesitzer ernüchternd:

  • Günstigster Tarif: 9,64 Rp./kWh (Gemeinde Gondo-Zwischenberg, VS)
  • Teuerster Tarif: 43,61 Rp./kWh (Energie Kestenholz, SO)
  • Schweizer Median: 29,23 Rp./kWh
  • Mittelwert: 29,14 Rp./kWh
  • Preisspanne: Faktor 4,5 zwischen günstigstem und teuerstem Tarif

Was das für Ihren Geldbeutel bedeutet? Ein Vier-Personen-Haushalt mit 4'500 kWh Jahresverbrauch zahlt am günstigsten rund 434 Franken, am teuersten jedoch 1'962 Franken – für denselben Strom.

Die teuersten Kantone: Basel-Stadt, Neuenburg und Jura

Wer auf der ElCom-Karte nach den roten Flecken sucht, findet sie vor allem in drei Regionen. Die Kantone Basel-Stadt, Neuenburg und Jura führen das Preisranking mit deutlichem Abstand an. Aber auch im Berner Jura, im Aargau und im Thurgau gibt es Gemeinden, die weit über dem schweizerischen Median liegen.

Hier die kantonalen Durchschnittspreise im Überblick – sortiert vom teuersten zum günstigsten Kanton:

KantonDurchschn.MinimumMaximumAnzahl
Basel-Stadt (BS)33,2533,2533,251
Neuenburg (NE)32,2928,8534,513
Jura (JU)31,9629,6934,903
Bern (BE)31,6823,6141,09110
Solothurn (SO)31,3223,4743,6135
Schaffhausen (SH)31,1930,1932,202
St. Gallen (SG)31,0123,1441,4676
Schwyz (SZ)30,8925,0239,1019
Waadt (VD)30,8623,4736,0446
Thurgau (TG)30,8524,3041,3681
Basel-Land (BL)29,0624,3132,096
Glarus (GL)28,9424,3232,853
Freiburg (FR)28,0126,3828,8812
Tessin (TI)27,9024,2330,4114
Zürich (ZH)27,7723,5233,5842
Aargau (AG)27,5620,0339,65105
Luzern (LU)27,0225,1535,3717
Appenzell (AR)30,2528,9632,787
Wallis (VS)25,109,6431,7440
Graubünden (GR)24,7910,4736,4758
Zug (ZG)22,9421,8825,147
Uri (UR)23,8916,3829,414
Nidwalden (NW)24,1622,0626,252
Tabelle 1: Durchschnittliche Strompreise 2026 nach Kanton (Haushalt H4, Standardprodukt)

Was die Kantonsrangliste zeigt

Basel-Stadt liegt mit 33,25 Rp./kWh deutlich an der Spitze. Der Grund: Die Stadt ist ein eigener Netzbetreiber mit hohen Verteilungskosten. Neuenburg und das Jura folgen mit über 31 Rp./kWh – hier spielen kleine, ineffiziente lokale Stromversorger eine Rolle.

Interessant ist der Blick auf die Preisspanne innerhalb der Kantone. Im Kanton Bern reichen die Preise von 23,61 bis 41,09 Rp./kWh – ein Unterschied von fast 80 Prozent. Auch im Aargau (20,03 bis 39,65 Rp./kWh) und in St. Gallen (23,14 bis 41,46 Rp./kWh) gibt es extreme Unterschiede je nach Gemeinde.

Die günstigsten Kantone sind Zug (22,94 Rp./kWh), Uri (23,89 Rp./kWh) und Nidwalden (24,16 Rp./kWh) – Zentralschweizer Kantone mit großen Wasserkraftwerken und effizienten Verteilernetzen.

Strompreise 2026 nach Kanton
Durchschnittliche Preise für Haushalt H4 in Rappen/kWh – klicken Sie auf einen Balken für Details

Klicken Sie auf einen Balken, um die Preisspanne und weitere Details zu sehen

Die 10 teuersten Gemeinden der Schweiz

Auf Gemeindeebene wird das Bild noch deutlicher. Hier die 10 teuersten Stromversorger der Schweiz im Jahr 2026:

Versorger (Gemeinde)KantonRp./kWh
Energie KestenholzSO43,61
Elektra-Wasserkorp. Grub SGSG41,46
Techn. Gemeindebetriebe BischofszellTG41,37
Elektra Buchen-TeuffenthalBE41,09
Gemeinde NiederhelfenschwilSG39,83
Gemeinde MurgenthalAG39,65
Gemeinde VorderthalSZ39,10
Energieversorgung Bueren AGBE38,77
Polit. Gemeinde BraunauTG38,71
Energie Versorgung RiggisbergBE38,44
Tabelle 2: Die 10 teuersten Stromtarife in der Schweiz 2026 (Haushalt H4)

An der Spitze steht Energie Kestenholz im Kanton Solothurn mit 43,61 Rp./kWh – mehr als viermal so viel wie der günstigste Tarif. Auffällig: Drei der zehn teuersten Tarife liegen im Kanton St. Gallen, zwei im Thurgau und je einer in Bern, Solothurn, Schwyz und Aargau.

Top 10: Stromtarife im Vergleich
Strompreis in Rappen pro kWh (Haushalt H4) – klicken Sie auf einen Balken für Vergleichsdaten

Klicken Sie auf einen Balken, um die Differenz zum schweizerischen Median (29,23 Rp.) zu sehen

Die Verteilung: Wie viele Gemeinden sind betroffen?

Die Preisverteilung zeigt, dass die hohen Preise kein Einzelfall sind. Mehr als 15 Prozent aller schweizerischen Gemeinden liegen über 34 Rp./kWh – das ist mehr als 15 Prozent teurer als der Median.

  • Hochpreiszone (> 34 Rp./kWh): ca. 15% aller Gemeinden
  • Überdurchschnittlich (31-34 Rp./kWh): ca. 20% aller Gemeinden
  • Mittelfeld (27-31 Rp./kWh): ca. 35% aller Gemeinden
  • Günstig (< 27 Rp./kWh): ca. 30% aller Gemeinden
Verteilung der Strompreise in der Schweiz
2'123 Tarife ausgewertet (ElCom 2026) – klicken Sie auf ein Segment

Klicken Sie auf ein Segment, um zu sehen, welche Gemeinden in dieser Preiskategorie liegen
PreiskategorieRp./kWhAnteil Gemeinden
Hochpreiszone (rot)> 34,0ca. 15%
Überdurchschnittlich (orange)31,0 – 34,0ca. 20%
Mittelfeld (gelb)27,0 – 31,0ca. 35%
Günstig (grün)< 27,0ca. 30%
Tabelle 3: Verteilung der Strompreiskategorien in der Schweiz 2026

Die regionale Perspektive

Die Karte zeigt ein klares Muster: Die teuersten Regionen befinden sich im Nordwesten der Schweiz (Basel, Jura, Neuenburg), im Berner Seeland und in Teilen des Mittellands. Die günstigsten Preise finden sich in den Alpenregionen – Graubünden, Wallis und Uri profitieren von lokaler Wasserkraft und kleinen, effizienten Versorgern.

Doch auch in teuren Regionen gibt es Ausreißer nach unten. Und umgekehrt: In eigentlich günstigen Kantonen wie dem Wallis gibt es Gemeinden, die deutlich teurer sind als der Kantonsdurchschnitt. Der entscheidende Faktor ist nicht der Kanton, sondern der lokale Stromversorger.

Solaranlage als Antwort: Wie viel sparen Sie wirklich?

Hier kommt die gute Nachricht: Egal wie hoch Ihr lokaler Strompreis ist – eine Solaranlage macht Sie unabhängig davon. Je teurer der Strom, desto schneller amortisiert sich die PV-Anlage. Das ist die simple Rechnung.

Die Rechnung für teure Regionen

Nehmen wir einen Haushalt im Kanton Solothurn mit einem Strompreis von 35 Rp./kWh und einem Verbrauch von 4'500 kWh pro Jahr. Dazu kommt eine 8 kWp Solaranlage, die 8'000 kWh pro Jahr produziert.

StrompreisStromkosten/J.PV-ErsparnisRestkostenAmortisation
25 Rp./kWhCHF 1'125CHF 875CHF 250ca. 14 Jahre
30 Rp./kWhCHF 1'350CHF 1'050CHF 300ca. 12 Jahre
35 Rp./kWhCHF 1'575CHF 1'225CHF 350ca. 10 Jahre
40 Rp./kWhCHF 1'800CHF 1'400CHF 400ca. 8 Jahre
43,6 Rp./kWhCHF 1'962CHF 1'527CHF 435ca. 7 Jahre
Tabelle 4: Jährliche Ersparnis durch Solaranlage nach lokalem Strompreis

Je teurer der Strom, desto mehr sparen Sie mit jeder selbst produzierten Kilowattstunde. In teuren Regionen wie Basel-Stadt oder dem Solothurner Jura ist eine Solaranlage die schnellste Rendite, die Sie als Hausbesitzer erzielen können.

Amortisation der Solaranlage nach Strompreis
Annahme: 8 kWp Anlage, 60% Eigenverbrauch, 4'500 kWh Jahresverbrauch – klicken Sie auf einen Punkt

Klicken Sie auf einen Punkt, um die detaillierte Berechnung zu sehen

3 Tipps für Hausbesitzer in Hochpreisregionen

1. Prüfen Sie sofort Ihren aktuellen Tarif

Viele Hausbesitzer wissen gar nicht, wie viel sie wirklich für Strom zahlen. Schauen Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung nach dem Arbeitspreis – nicht nur dem Gesamtbetrag. Liegen Sie über 30 Rp./kWh, lohnt sich eine Solaranlage nahezu in jedem Fall.

2. Vergleichen Sie ohne Zögern

Der schweizerische Strommarkt ist liberalisiert. Das bedeutet: Sie können Ihren Stromversorger wechseln. Der ElCom-Tarifrechner zeigt Ihnen innerhalb von Sekunden, ob es günstigere Alternativen in Ihrer Gemeinde gibt. Manchmal sparen Sie schon durch den Wechsel mehrere hundert Franken – ohne einen einzigen Nagel in die Wand zu schlagen.

3. Investieren Sie jetzt in Solar

Mit steigenden Strompreisen wird jede selbst produzierte Kilowattstunde wertvoller. Eine Solaranlage, die heute eine Amortisation in 10 Jahren verspricht, wird bei steigenden Preisen möglicherweise schon in 7-8 Jahren bezahlt sein. Faktoren, die Ihre Rechnung verbessern: Fördergelder, Steuerabzüge und die steigenden Strompreise selbst.

Fazit: Wissen ist die Hälfte der Miete

Die ElCom-Strompreiskarte 2026 zeigt eindrücklich, wie ungleich die Stromversorgung in der Schweiz verteilt ist. Wer in Basel-Stadt, Neuenburg, dem Jura oder Teilen des Berner Seelands lebt, zahlt bis zu viermal mehr für Strom als jemand im Wallis oder Graubünden.

Doch dieses Wissen ist auch Macht. Denn es zeigt Ihnen genau, wie viel Sie mit einer Solaranlage sparen können – und wie schnell sich die Investition rechnet. In teuren Regionen ist eine PV-Anlage nicht nur eine ökologische Entscheidung, sondern eine der besten finanziellen Investitionen, die Sie als Hausbesitzer tätigen können.

Quelle: ElCom Strompreiskarte 2026 (strompreis.elcom.admin.ch) | Datenstand: Mai 2026

Kostenfreie Informationen erhalten und unverbindlich beraten werden