Eine Photovoltaikanlage für ein kleines Einfamilienhaus gibt es ab rund 19'500 Franken – inklusive Fördergelder und Steuerersparnis. Dieser Beitrag zeigt alle Preise nach Anlagengrösse, was ein Stromspeicher kostet, wie viel Förderung und Steuerabzug zurückbringen, wann sich die Anlage amortisiert und worauf Sie beim Vergleich von Offerten achten müssen.

Eine Photovoltaikanlage für ein kleines Einfamilienhaus gibt es ab rund 19'500 Franken – inklusive Fördergelder und Steuerersparnis. spricht man vom Bruttopreis, also vor sämtlichen Abzügen, liegen die Kosten bei ca. CHF 28'000 bis CHF 30'000. Was man tatsächlich zahlt, hängt von Dachgrösse, Leistung der Anlage, Speicher und vom jeweiligen Kanton ab. Dieser Beitrag zeigt die Bandbreite, woraus sich der Preis zusammensetzt und wie viel Förderung und Steuerabzüge man davon zurückerhält. Wenn Sie es gleich für Ihr Dach durchrechnen wollen, nutzen Sie am Besten unseren Solarrechner.

Die folgende Übersicht zeigt die Richtwerte nach Grösse der PV-Anlage. Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus liegt die sinnvolle Anlagengrösse zwischen 5 bis 10 Kilowatt-Peak, was einem Bruttopreis von rund 2'800 bis 3'000 Franken pro Kilowatt-Peak entspricht.
Richtwerte 2026 für Schrägdächer, Angaben in CHF
Der Wert «effektiv» berücksichtigt die Einmalvergütung des Bundes und einen Steuereffekt von rund 20 Prozent. Wichtig zu wissen: Der Steuereffekt unterscheidet sich je nach Kanton, Einkommen und Grenzsteuersatz extrem – in Einzelfällen liegt er deutlich tiefer oder auch höher.
Der Preis einer Photovoltaikanlage setzt sich immer aus unterschiedlichen Positionen zusammen. Wer weiss, was dahintersteckt, kann Offerten besser analysieren und beurteilen– und erkennt, wo ein auffällig tiefer Preis auch herkommt.
Die Module machen heute nur noch etwa ein Fünftel der Gesamtkosten aus. Ihre Preise sind in den letzten Jahren stark gefallen, weshalb der Hebel zum Sparen längst nicht mehr nur bei den Modulen liegt. Monokristalline Module haben den höheren Wirkungsgrad und brauchen für die gleiche Leistung weniger Fläche – das lohnt sich vor allem, wenn das Dach klein ist. Die Hersteller geben üblicherweise 15 bis 25 Jahre Produktgarantie und eine Leistungsgarantie über 25 Jahre.
Der Wechselrichter macht nichts anderes als den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom umzuwechseln und ist das technische Herzstück der Anlage. Er ist auch die Komponente mit der kürzesten Lebensdauer: Nach rund 15 Jahren steht ein Austausch an, was man in die Wirtschaftlichkeitsrechnung einplanen muss. Wenn später ein Speicher dazukommen soll, lohnt sich von Anfang an ein Hybridwechselrichter – das erspart einem ein zweites Gerät. Leistungsoptimierer und Monitoring-Systeme erhöhen den Ertrag zusätzlich und melden Ausfälle früh.
Die Unterkonstruktion hängt vom Dachtyp ab. Eine Aufdachmontage auf Ziegeln ist die günstigste und häufigste Variante. Indach-Anlagen ersetzen die Dacheindeckung, sehen deutlich ruhiger aus und sind entsprechend teurer. Auf Flachdächern kommen aufgeständerte Systeme zum Einsatz, die wegen der Reihenabstände mehr Fläche benötigen. Dazu kommt das Gerüst – das ist ein Kostenfaktor, der bei einer engen Zufahrt oder einer Strassensperrung spürbar ins Gewicht fällt.
Diese Positionen werden in Offerten oft unterschätzt: Anschluss an die Hausinstallation, Zählerwechsel, Absicherung, Blitzschutz, dazu Planung, Ertragsberechnung, Netzanschlussgesuch beim lokalen Netzbetreiber und die Anmeldung der Förderung bei Pronovo. Fehlen solche Punkte in einer Offerte, ist sie nicht günstiger – sie ist nicht bis zum Ende durchkalkuliert.
Der Speicher ist der teuerste Faktor beim Anlagenbau – und der, bei dem auch am meisten falsch gerechnet wird.
Batteriespeicher kosten in der Schweiz aktuell zwischen CHF 600 und CHF 900 pro Kilowattstunde Kapazität, inklusive Montage. Je grösser der Speicher ist, desto günstiger wird es pro Kilowattstunde. Für ein Einfamilienhaus sind Grössen zwischen 5 und 12 kWh üblich. Für eine typische Anlage bedeutet das einen Aufpreis von rund CHF 6'000 bis CHF 10'000. Eine Übersicht der Systeme und der Technologien finden Sie auf unserer Seite zum Stromspeicher.
Ohne Speicher verbrauchen Sie etwa 25% bis 40% Ihres Solarstroms selbst, der Rest fliesst ins Netz. Mit Speicher steigt der Anteil auf 50% bis 75%. Der wirtschaftliche Sinn ergibt sich aus der Differenz: Selbst genutzter Strom spart Ihnen den vollen Netztarif, während die Einspeisung nur einen Bruchteil davon vergütet. Je höher Ihr Strompreis und je mehr Sie am Abend verbrauchen, desto schneller lohnt sich der Speicher. Bei tiefem Verbrauch und tiefem Tarif kann es sinnvoller sein, ihn später nachzurüsten – mit Hybridwechselrichter ist das ohne Probleme möglich. Wie Sie den Eigenverbrauch optimieren, zeigen wir in einem eigenen Beitrag.
Viele Hausbesitzer kennen ihre Dachfläche, aber nicht die mögliche Anlagenleistung. Die Faustregel: Auf einem Schrägdach brauchen Sie 5 bis 7 Quadratmeter pro Kilowatt-Peak, auf einem Flachdach wegen der Reihenabstände 8 bis 12 Quadratmeter.
Daraus ergeben sich diese Richtwerte für Schrägdächer, jeweils brutto vor Förderung:
Auffällig ist: Grosse Anlagen kosten pro Kilowatt viel weniger, weil sich das Gerüst, die Anfahrt und die Elektroarbeiten auf mehr Leistung verteilen. Am teuersten sind kleine Anlagen pro Quadratmeter.
Ein wichtiger Hinweis zum Vergleichen: Der Preis pro Quadratmeter ist ein schlechter Vergleichswert, weil er Module mit tieferem Wirkungsgrad künstlich günstig erscheinen lässt. Vergleichen Sie Offerten immer über den Preis pro Kilowatt-Peak. Wichtig zu wissen ist vor allem: Wie viel Strom Ihr Dach produzieren kann und das hängt zusätzlich von der Ausrichtung, der Neigung und der Verschattung ab.

Zwei Mechanismen senken die Investition erheblich – zusammen machen sie bei einer typischen Anlage rund ein Drittel des Bruttopreises aus.
Die Einmalvergütung für Kleinanlagen (KLEIV) wird über Pronovo ausgerichtet und beträgt rund CHF 360 pro Kilowatt-Peak. Bei einer 10-kWp-Anlage sind das etwa CHF 3'600. Wichtig: Der Antrag wird erst nach der Inbetriebnahme gestellt, die Auszahlung erfolgt mit Verzögerung. Sie müssen die Investition also zunächst vollständig finanzieren.
Kantonale und kommunale Zusatzförderungen gibt es je nach Standort – in den Kantonen Schwyz und St. Gallen bestehen keine direkten kantonalen PV-Beiträge, einzelne Gemeinden führen aber eigene Programme. Ein Blick auf die Website Ihrer Gemeinde lohnt sich. Eine vollständige Übersicht bietet unser Beitrag zu den Förderungen und Prämien für Solaranlagen.
Bei bestehenden Gebäuden gilt eine Photovoltaikanlage steuerlich als energetische Massnahme und damit als Unterhalt der Liegenschaft. Die Kosten der Investition können vom steuerbaren Einkommen dementsprechend abgezogen werden, und wenn der Abzug das Einkommen im Investitionsjahr übersteigt, ist ein Übertrag möglich auf die zwei nachfolgenden Steuerperioden. Bei Neubauten gilt der Abzug nicht.
Wie viel das konkret bringt, hängt ebenfalls stark von Kanton, Einkommen und Grenzsteuersatz ab – die Bandbreite reicht von wenigen Prozent bis über ein Viertel der Investition. Förderbeiträge werden im Auszahlungsjahr gegengerechnet.
Die entscheidende Kennzahl sind nicht die Anschaffungskosten, sondern die Gestehungskosten: Was kostet eine Kilowattstunde vom eigenen Dach, gerechnet über die Lebensdauer der Anlage?
In der Schweiz liegt dieser Wert heute bei 9 bis 16 Rappen pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Der mittlere Haushaltstarif beträgt 2026 rund 27.7 Rappen, in vielen Gemeinden liegt er über 32 Rappen. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart also gut die Hälfte bis zwei Drittel des Netzpreises. Wie stark die Tarife regional auseinandergehen, zeigt unsere Übersicht zu den Strompreisen Schweiz 2026.
Für eine typische Anlage mit hohem Eigenverbrauch ergibt sich daraus eine Amortisationszeit von 10 bis 15 Jahren. Bei sehr hohem Eigenverbrauch – etwa mit Wärmepumpe und Elektroauto samt Wallbox – kann es schneller gehen. Da die Module 25 bis 30 Jahre halten, produziert die Anlage nach der Amortisation noch mindestens ein Jahrzehnt praktisch kostenlosen Strom.
Die Betriebskosten einer Photovoltaikanlage sind niedrig – rechnen Sie mit etwa einem Prozent der Investitionssumme pro Jahr. Im Detail:
Preise von verschiedenen Anbietern lassen sich nur vergleichen, wenn Sie wissen, was drin sein muss. Achten Sie auf folgende Punkte:

Die Preise für Photovoltaik sind in den letzten Jahrzehnten deutlich gefallen: Während eine Kilowattstunde Solarstrom in der Schweiz 1992 noch rund zwei Franken kostete, liegt sie heute bei 9 bis 16 Rappen. Der Rückgang betraf vor allem die Module, deren Anteil an den Gesamtkosten dadurch auf etwa ein Fünftel gesunken ist.
Die verbleibenden Kostentreiber sind heute Montage, Elektroinstallation und Gerüst – also Arbeitsleistung, die kaum günstiger wird. Deshalb ist bei den Gesamtkosten künftig eher mit einer Seitwärtsbewegung als mit weiteren starken Rückgängen zu rechnen. Bei den Speichern besteht dagegen noch Potenzial nach unten.
Für die Einspeisung von überschüssigem Strom gilt in vielen Netzgebieten neu ein vierteljährlich gemittelter Marktpreis. Da die Vergütung unter dem Endkundenpreis liegt, gewinnt der Eigenverbrauch weiter an Bedeutung – und mit ihm Speicher, Wärmepumpe und Wallbox.
Brutto rund CHF 28'000 bis CHF 30'000 für eine Anlage von etwa 10 Kilowatt-Peak. Nach Abzug der Einmalvergütung des Bundes und der Steuerersparnis bleiben effektiv rund CHF 19'500 bis CHF 21'000. Kleinere Anlagen sind entsprechend günstiger, kosten aber pro Kilowatt mehr.
Das hängt von Ihrem Verbrauchsprofil ab. Wer abends viel Strom braucht, eine Wärmepumpe betreibt oder ein Elektroauto lädt, profitiert sofort. Bei tiefem Verbrauch kann es sinnvoll sein, den Speicher später nachzurüsten – dafür sollte von Anfang an ein Hybridwechselrichter verbaut werden.
Die Module halten 25 bis 30 Jahre, oft länger, mit einer Leistungseinbusse von rund 20% über diesen Zeitraum. Der Wechselrichter muss nach etwa 15 Jahren ersetzt werden.
Auf einem Schrägdach 5 bis 7 Quadratmeter pro Kilowatt-Peak, auf einem Flachdach 8 bis 12. Für eine 10-kWp-Anlage sind das also rund 50 bis 70 Quadratmeter Schrägdach.
Bei bestehenden Gebäuden ja – die Investition gilt als energetische Massnahme und damit als Liegenschaftsunterhalt. Ein Übertrag auf die zwei folgenden Steuerperioden ist möglich. Bei Neubauten gilt der Abzug nicht. Wie viel Sie effektiv sparen, hängt von Kanton, Einkommen und Grenzsteuersatz ab.
Rechnen Sie es in zwei Minuten selbst durch – mit Dachfläche, Verbrauch und Standort. Danach erhalten Sie von Solaralag.ch eine kostenlose, unverbindliche Einschätzung mit Ertragsberechnung und Fördercheck.
Transparenzhinweis: Alle Preis- und Förderangaben in diesem Beitrag sind Richtwerte auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen und eigener Projekterfahrung (Stand September 2026). Die tatsächlichen Kosten hängen von Dachsituation, Komponentenwahl, Standort und individuellen Gegebenheiten ab; massgeblich ist ausschliesslich eine konkrete Offerte. Angaben zu Förderungen und Steuerabzügen richten sich nach den Vorgaben von Bund, Kanton und Gemeinde und können sich ändern. Trotz sorgfältiger Recherche übernehmen wir keine Gewähr und keine Haftung für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben. Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar; für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich an die zuständigen Behörden oder eine Fachperson.